Beschreibung
| Holunder - Sambucus nigra |
| Der Holunder ist ein
Strauch oder Baum, der über 10 m hoch werden kann und häufig sehr buschig
und breit ist. Sehr gerne wächst der Holunder in der Nähe von Häusern,
dies aus Tradition, denn der Holunder hat viele
Anwendungsmöglichkeiten. Auch beherbergte er wohlgesinnte Hausgeister, was zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsste und den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ. Zwischen Mai und Juli blühen die grossen weiss-gelblichen Blüten.Im Spätsommer bis Herbst reifen die Blüten zuerst rötlich und dann zu schwarzen Beeren heran. Die ganze Pflanze, ausser den Blüten, ist leicht giftig, dies äußert sich vor allem mit Erbrechen. Die Beeren verlieren ihre Giftigkeit mit dem Kochen. Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Auch zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ein Holunderblüten-Tee. Äusserlich kann man Holunderblüten-Tee zur Hautpflege einsetzen. Leichte Verbrennungen und Hautentzündungen und Wunden können gelindert werden. Als Faktoren seiner Wirkung gelten die in den Früchten enthaltenen Vitamine C und B, Fruchtsäuren, ätherische Öle, die auch in den Blüten enthalten sind, Flavonoide und vor allem farbgebende Anthocyane. Dieses Antioxidans schützt die Zellmembranen vor Veränderungen durch freie Radikale und verlangsamt so den Alterungsprozess der Zellen. HolunderblütenstandDie Beeren des Schwarzen Holunders enthalten violetten Farbstoff. Dieses befindet sich überwiegend in den Schalen der Beeren und senkt als Radikalfänger auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Der Farbstoff wurde früher zum Färben von Haaren, Leder oder aber auch Rotwein eingesetzt. ![]() Die bekannteste Zubereitungsform für die Blüten sind der "Hollersaft und Sirup" und auch augebackene Holunderblüten, die als Hollerküechle bezeichnet werden. Dabei werden diese in einen dünnflüssigen Teig aus Mehl, Eiern und weiteren Zutaten getaucht und anschließend gebraten oder fritiert. Holundersekt ist der angegorene Holundersaft, dazu muss nicht viel getan werden, der Saft/Sirup muss lediglich in Gefäßen mit ausreichend Luft gelagert werden und schon beginnt die Gährung. |









