Vorherige Seite

Zurück zum Start

hinterauer.info

Vorarlberger Bio-Basilikum
von Otto Alge
aus Lustenau

 
Durch meine Umstellung auf "Bio" suchte ich Kontakt zu anderen Bio-Kräutergärtnern. 
Über Hanni Lins und Simone König bekam ich den Kontakt zu Otto Alge.
Otto ist ein Autodidakt und sogar Erfinder, wenn es darum geht sein Produkt,
das Basilikum, noch hochwertiger wachsen zu lassen.

Begonnen hatte Otto mit konventionellem Anbau und die Umstellung auf Bio
hatte für ihn einige Herausforderungen gebracht, die er alle
hervorragend meisterte und dafür im Jahr 2007 mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet wurde.
 

Überrascht war ich zuallererst von der "Kleinheit"
des Betriebes, Otto und sein Team, allen voran seine Frau Monika, produzieren all unseren 
"Ländle Bio-Basilikum".
 
Die Harmonie der Beiden ist auch 
im Garten ersichtlich. Ein wichtiger Rückzugsort
an langen Arbeitstagen die bis in den 
späten Abend dauern können.
 
Die Familie hilft mit, Tochter Miriam, Sohn Thomas 
und auch die rüstige Oma Christl.
 
Weitere Unterstützung kommt von Manfred und Gerhard
von der Lebenshilfe-Werkstätte in Hörbranz ...
 
... und von Nilgün der fleißigen Aushilfe in Spitzenzeiten.
  
Kein Juxfoto, das Jahr ist lang und erst
wenn alle Arbeiten erledigt sind
gibt es eine kleine Winterpause.
Alle freuen sich und vermutlich ist viel Rum 
im Tee ... *schmunzel*
 
Nun zurück zu meinem Besuch im Frühling...
ich stellte viele Fragen und alle hier
aufzulisten würde den Rahmen sprengen. 
Überrascht wurde ich mit der Tatsache, dass Otto
 seine Erde selber herstellt.
Sogleich fuhr er mit mir zum Ort des Geschehens.
 
Seinen Erfolg führt er auch auf seine Erde zurück.
Lange hat er getüftelt und experimentiert, bis
er sein heutiges Wissen erlangte und Erde
mit gleichbleibender Qualität herstellen kann.
Unnötig zu erwähnen, dass im Bio-Landbau quasi
keine nennenswerten Hilfsmittel zur Verfügung stehen.
 
Diese lockere Erde, mit Erfahrung "gezüchtet" und 
gepflegt, bietet dem Basilikum die besten Bedingungen für sein Wachstum.
 
"Haufenweise" Erde am Reifen ...
Größere Stücke werden mit diesem selbst gebautem
Sieb aussortiert.
 
Der "Kresse-Test" gibt letzte Sicherheit.
Dabei wird in einem Mikro-Gewächshaus, 
bestehend aus 2 Marmeladegläsern Kresse
gesät und das Wachstum der Kresse
gibt Auskunft über den Zustand der Erde.
 
Mit diesem Kessel erzeugt Otto den notwendigen
Dampf für die Teil-Sterilisierung der Erde, dabei
legt er natürlich Wert darauf die Erde
nicht zu töten, sondern nur ungeliebte
Begleiter zu vernichten.
Auch für diesen Prozess hat er ein eigenes 
Verfahren entwickelt.
 
Vor dem Befüllen der Töpfe wird die Erde mit einem 
Mineral vermengt, dem "Zeolith". Dieses Mineral
ist natürlich, bindet Nährstoffe und sorgt damit
für eine kontinuierliche Versorgung der Pflanze.
Auch siedeln gerne effektive Mikroorganismen im Zeolith.
"Findig" muss man sein.
Über diese Trommel wird die Erde in die Topfmaschine befüllt. In dieser Trommel wurde die Erde zuvor
mit Dampf schonend erhitzt.
  
Die Topfmaschine sorgt für eine gleichmäßige
Befüllung.
Otto an seiner Maschine.
Die Ansaat erfolgt manuell direkt in den Topf 
mit einer Art von "Salzstreuer".  *schmunzel*
 
Die komplexe Steuerung der Belüftung, Beschattung
und auch die Heizung über die Hackschnitzel-Anlage
hat Otto zusammen mit seinem Sohn geplant und gebaut.
 
Die frischen Töpfe kommen unter ein Flies um
diese vor Schädlingen zu schützen.
 
Schon nach kurzer Zeit keimt der Basilikum.
Bald darauf ein "Bubikopf". Nach maximal 6 Wochen üppigster 
wohlschmeckender Basilikum.
 
Die Gewächshäuser sind sehr sauber, gepflegt und
auch ein Teil der technischen Hilfsmittel darin
hat Otto selbst erfunden und gebaut.
 
Die gute Fee und fleißigste Hilfe, Monika, 
Otto´s besser Hälfte (das sagt man so ...)
 
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Otto und Monika
für die freundliche Hilfe und die Beantwortung meiner Fragen.

Ich wünsche euch beiden Fleißigen und eurem Team weiterhin viel Erfolg !