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Zu Besuch bei Günther Huber,
Bio Imker vom Sulzberg

 

Kurstermine

 Kräuterkurse, Wanderungen, Kräuter-Shop !


Weitere Information

 

Aufzeichnungen über jeden Bienestock sind
wichtig, darin werden der Zustand des Volkes und auch 
die Aktivitäten des Imkers festgehalten.
 
Das Buch kann groß oder auch klein sein, 
je nach Vorliebe. Hier ein Paar aus Hard, das
ihre Bienenstöcke bei Günther in Pension bringt,
da sie selber in Urlaub fahren. Bienen brauchen
Betreuung, vor allem im Frühling.
 
Die Beute ist abgedeckt mit einem feinen 
Stoff der mit Bienenwachs getränkt wurde.
So ersparen sich die Bienen einiges an Arbeit
mit dem Verschließen des Stocks.
 
Auf der Wabe wuselt es recht ordentlich.
Der braune Haufen ... das sind Bienen !
Günther kann schon mit einem Blick vieles aus
einer Beute und aus einer Wabe "lesen".
  
Wenn die Bienen im "Normalzustand" sind, ist
es auch ohne Schutz gefahrlos möglich diese 
sehr nah zu betrachten.
  
Zwischen den Rahmen erscheint es recht eng zu sein,
doch das ist genau der Abstand den die Bienen 
benötigen um auf beiden Zwischenwänden unterwegs 
sein zu können. Ist der Abstand größer wird
dieser Zwischenraum sofort von den Bienen verbaut.
  
Hier ein Rahmen aus der Nähe:
Die großen Zapfen sind Brutzellen der Drohnen.
Eine Drohne ist größer als eine Biene, das Ei
ist nicht befruchtet (daher ist eine Drohne genetisch eigentlich ein Bruder der Königin). Die Drohne benötigt
24 Tage bis diese schlüpft.
 
Eine Drohne in Nahaufnahme, sie hat keinen
Stachel und lebt das Leben eines Paschas ... allerdings
nur so lange sie benötigt wird, danach wird sie aus
dem Stock entfernt oder gar nicht mehr eingelassen und
unfähig sich selbst zu ernähren verhungern alle 
Drohnen. 
 
Im Bienenvolk haben die Drohnen auch eine
"harmonisierende" Aufgabe in dem sie überall 
unterwegs sind und gute Laune verbreiten.
*schmunzel* 
 
Die Wabenzellen mit Deckel sind verschlossene
Brutzellen, gut gefüttert entwickeln sich die 
Larven nun zur Arbeitsbiene.
Eine Arbeitsbiene hat eine Entwicklungszeit von
von nur 21 Tagen und im Sommer eine Lebensdauer
von maximal 45 Tagen. Dann sie sind derart
abgearbeitet, dass sie sterben.
Bis zum 11. Tag kümmert sie sich um die Larven.
Bis zum 17. Tag erzeugt sie Wachs, 
kümmert sich um den Wabenbau und trägt Futter herum.
Bis zum 21. hält sie Wache am Flugloch.
Danach fliegt sie aus und sammelt eifrig was
es zu sammeln gibt, mit Erfahrung übernimmt sie auch
die Aufgabe einer Kundschafterin und die letzten
Tage ihres Lebens muss sie nur mehr Wasser
organisieren.
 Tja, so ist´s im Tierleben, 
ARBEITEN BIS ZUM UMFALLEN.
 
Anders sehen die verschlossenen Honigzellen aus,
der Honig ist reif und wird nun luftdicht eingelagert.
So hält der Honig fast ewig und stellt die 
Futter-Reserve für die Zwischenzeiten und den 
Winter dar, wenn, ja wenn, der Mensch nicht wäre
und den Bienen den Honig raubt (daher auch
der Name "Beute" für den Bienenstock) und den
Bienen stattdessen Zucker, Fruchtzucker und Sirup
für den Winter gibt.
 
Der Glanz in den Waben ist noch frischer 
nicht reifer Honig. 
Wenn ein Bienestock geöffnet wird, stürzen sich 
die Bienen entweder auf den "Angreifer" oder
sie stürzen sich auf den eigenen Honig, fressen 
was das Zeug hält und versuchen so von ihrem 
Schatz zu retten was zu retten ist.
Auch aus diesem Grund sollte eine
Inspektion mit Bedacht gemacht werden, denn 
jedes Öffnen verursacht den Bienen "Stress".
  
Die weißen Kringel in den Zellen sind Larven,
ca. 5 bis 6 Tage alt,
diese werden gehegt und gepflegt bis die Zelle
verschlossen werden kann.
Zuvor lagen die Larven 3 Tage als Ei in 
der Wabenzelle.
Am rechten Rand sehen wir ein paar dunkle Zellen,
diese wurden schon mehrfach als Brutzelle benutzt, 
die Biene steckt in einem kleinen Häutchen und
die dunkle Farbe ist dieses hauchdünne Häutchen.
Eine Wabe kann jahrelang benutzt werden und 
muss nicht immer wieder neu gebaut werden.
  
Diese Waben sind vorgesehen um sie zu reinigen. 
Aus dem Wachs werden neue Mittelwände gegossen.
Die Biene erzeugt ihr Wachs selbst mit Drüsen am
 Unterbauch, dort werden kleine Plättchen abgesondert, 
1.25 Millionen Plättchen ergeben 1 KG Bienenwachs.
*wow*
Der rote Batzen am Bein einer Biene ist Pollen,
diese Pollen benötigen die Bienen als Nahrung,
vor allem für die Larven.
Die Farbe ergibt sich aus der Art der Pflanze
von der die Biene den Pollen gesammelt hat.
  
Die Biene mit dem gelben Punkt am Rücken ist 
eine Königin. Eine Königin hat eine Entwicklungszeit 
von nur 16 Tagen, wird als Einzige mit Gelee Royal gefüttert. Sie begibt sich 1 x auf Hochzeitsflug und 
bewahrt 200 Million Samen in ihrem Körper,
das reicht für ihr ganzes Leben. Sie kann über
2000 Eier am Tag legen - deshalb hat sie auch
einen Hofstaat, d.h. etliche Bienen kümmern sich 
um die Königin, putzen sie und versorgen sie 
fortlaufend mit Nahrung.
Sie lebt am längsten und wird mehrere Jahre alt.
  
Ein Bienenvolk zieht sich auch neue Königinnen.
Diese schwärmen meist mit einer großen Zahl 
von Bienen aus. Man kann einem königinnenlosen
Volk eine Königin geben oder gar einem
Volk altersbedingt eine Junge zusetzen.

Daher sucht der Imker nach den "Weiselzellen", darin
wachsen die Königinnen, man entnimmt diese und
kann sie in einen "Zuchtrahmen" geben.

Einige Bienen kümmern sich um diese Reihe von 
Königinnen-Larven.
   
An diesem Tag kam dann doch noch die Sonne hervor
und die Bienen waren begeistert, flogen was
das Zeug hielt ...
 
Wir wurden auch gefüttert, bekocht von Magdalena,
der kleinen Tochter von Günther ... 
  
Bei Günther gibt es schon in Bälde wieder
den "Bienenstammtisch" in diesem extra
gebauten heimeligen Häuschen .. 
Nur 2 Tage nach meinem ganztätigen Besuch erhielt ich meinen Bienenstock von Günther. Nun lebt auch bei mir ein Volk von Bio-Bienen.

Alle die sich für Bienen interessieren, sei gesagt:
Jungimker und Neuimker werden sehr gut betreut und gefördert, das erste Bienenvolk wird vom Land Vorarlberg bezahlt und der Götte erhält eine kleine Entschädigung für seine unterstützende Tätigkeit. 
Es war noch nie so einfach Imker zu werden, vor allem auch weil es Menschen wie Günther gibt, die voll hinter dem stehen was sie auch sagen.

Weitere Information bekommt ihr von:
Günther Huber
Nellenburg 148
6934 Sulzberg
0664 467 74 88
nellenburg@aon.at


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