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Zu Besuch bei Günther Huber,
Bio Imker vom Sulzberg

Günther Huber ist unser Pionier 
in der Bio-Imkerei in Vorarlberg. 
 
Seine Anfänge waren alles andere als "leicht", 
war die Bio-Imkerei in Vorarlberg nicht bekannt und gab es nicht einmal ein Bio-Kontrollorgan für die Imkerei. So dauerte seine Umstellung auf Bio länger als gedacht.
Ebenso musste er sich sein Wissen im "Ausland" aneignen und dafür etliche Schillinge und DM hinklimpern.
 
Vielleicht auch deshalb ist er Heute sehr bemüht sein Wissen und seine Erfahrung an andere weiterzugeben, ist Wanderlehrer und Jugendreferent des Vorarlberger Imkerverandes und stellt sich immer wieder gerne als "Götte" zur Verfügung. 
Der Bienen-Götte ist die Starthilfe für Jungimker und Neuimker und steht mit Rat UND Tat zur Seite.
 
Auf der Dornbirner Messe kam ich mit ihm ins Gespräch und schon rasch war klar: 
"Ich werde Imker und Günther ist mein Götte". 
Auch bin ich nun Mitglied des Bienenzuchtvereins Sulzberg.
 

 

Kurstermine

 Kräuterkurse, Wanderungen, Kräuter-Shop !


Weitere Information

 

 

 

So sieht eine "Einraum"-Beute aus. Beute klingt
nicht grad nett, stammt der Name doch vom 
erbeutetem Honig.
Eine andere Form der Beute ist die 
"Magazin"-Form. Diese Form wächst in 
die Höhe, da je nach Bedarf ein
weiteres Magazin aufgesetzt werden kann. 
Bienen brauchen Platz, für ihre Brut, 
ihre Männer (Drohnen) und den Honig !
 
Wie man sieht ist Günther gut gerüstet ...
 
Diese kleine Beute ist ein Schwarm. 
Bienen "schwärmen", d.h. sie teilen sich wie es 
Mutter Natur vorgesehen hat. 
Mit der alten Königin verlassen 1000e ihren Stock 
und suchen sich ein neues Zuhause, sobald es 
im Stock zu eng wird und auch eine junge Königin 
den alten Stock übernimmt. Diesen Zeitpunkt 
kann ein Imker erkennen und die Königin 
frühzeitig umsetzen.

 
Da der "gefangene" Schwarm sich zuerst 
neu organisieren muss und somit noch im Stress ist,
bekommen die Bienen Zucker-Sirup als Nahrung
und sind somit etwas entlastet.
 
Das Flugloch ist "lebendig" ...
Diesen Bienenstock hat Günther in tagelanger
Arbeit selbst geflochten und mit Lehm verputzt.
Diese Form entspricht der "wesensgemäßen" Bienenhaltung,
da die Bienen gerne rund bauen - wenn sie dürfen.
 
Dies ist ein Teil des Aufsatzes, der auch für
den Korb als Erweiterung notwendig ist.
Hier kann man gut die aufwändige Arbeit erkennen.
 
Was der Imker so braucht - einen Smoker ! 
 
Hier die kleinere Form. Mit dem Rauch werden 
die Bienen beruhigt, besser gesagt, sie
werden davon abgehalten den Imker anzugreifen, wenn er
den Bienenstock öffnet.
Keine Sorge, die Bienen sind meist friedlich,
doch man weiß nie und zum eigenen Schutz sollte
der Smoker immer schon am Rauchen sein ...
 
Wer nicht alleine auf den Rauch vertrauen will,
der kann sich auch mit Overall, Handschuhen und 
Haube zusätzlich schützen.
Ich war an diesem Tag die ganze Zeit mitten unter Bienen und hatte keinerlei Schutzkleidung getragen.
Kein einziges Mal wurde ich gestochen.
 Die Bienen waren wohl gut gelaunt ...
 
Die Rahmen, auch Mittelwände genannt, werden
vom Imker für die Bienen gegossen. Dies erspart
den Bienen viel Arbeit, denn für 1 KG Bienewachs
müssen die Bienen 6 KG Honig sammeln, 
6 KG Honig entspricht in etwa 18 KG Nektar 
den die Bienen sammeln müssen.
Die Biene erzeugt ihr Wachs selbst mit 
Drüsen am Unterleib.
Tja, was soll ich sagen, Bienen haben kleine
Mägen und müssen oft fliegen ...
 
Das ist kein Käselaib, sondern ein Laib 
aus Bienenwachs. Dieser Laib besteht aus alten
geschmolzenen Waben und wird somit gereinigt 
und ist bereit für die Wiederverwendung.
  
Mit dieser Mittelwandgießform werden die Waben 
mit Struktur versehen.
 
 
Die Mittelwand wird auf den Draht gelegt und
mit Trick-17 über den Strom einer Batterie
mit den Drähten verschmolzen.
Trotzdem haben die Bienen noch genug zu tun,
links eine gegossene Wabe und rechts eine Wabe
die von den Bienen ausgebaut wurde.
Hier ein Futtermagazin, je nach Witterung und
Jahresverlauf benötigen die Bienen Nährstoffe,
weil die Natur zu wenig anbietet. Damit das
Volk gesund und kräftig bleibt muss der Imker
auch dies beachten.
 
Auch hier eine gute Idee von Günther zu finden, 
die kleine Klappe erlaubt den Bienen 
den Zugang zur gesamten Fläche
des Futtermagazins und so können sie alle Reste aufessen.
 
Eine weitere nützliche Innovation von Günther:
Der Bienenbesen
Wenn der Honig geschleudert werden soll, 
müssen die Bienen zuerst von den Waben entfernt
werden, dies schonend mit diesen "Wedeln", einfach
die Wabe hineinstecken und die Bienen landen
in der Auffangschublade und können in ihren
Stock zurück gebracht werden.
 
Dieses Eisen erleichtert manches ...
... denn damit lassen sich die Magazine auseinander
drücken und auch die Rahmen können 
damit gelockert werden.
 
Die Magazine können durch den Wabenbau
verklebt sein.
 
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