Vorherige Seite

Zurück zum Start

hinterauer.info

Frühling an der Dornbirner Ache

 
Auf Anfrage habe ich kurzfristig eine kleinen Rundgang an der Dornbirner-Ache gemacht, in der Vorbereitung
besuche im immer den Ort des Geschehens um eine Route festzulegen.

Die Wanderung selbst fand am 17. April mitten im Frühling statt.

Dieses Gebiet war vor langer Zeit ein Schwemmland der Ache, seit über 100 Jahren ist diese Gegend jedoch durch einen
Damm vor Überflutung geschützt. Innerhalb des Dammes wachsen vor allem Weiden und außerhalb steht Laubwald.
Daher ist es dort halbschattig bis schattig.

 Gerne komme ich auch in deine "Gegend" und wir erkunden was da so wächst ...

 
 

Nelkenwurz - Bitterstoffe für die Verdauung und Gerbstoffe
ebenfalls für die Verdauung oder auch zu Wundheilung vor 
allem im Mundbereich. Verwendet wird die Wurzel, diese hat 
auch einen schlichten Duft nach Gewürznelke.
Das junge Kraut kann man für Salat und Gemüse verwenden. 
 
Scharbockskraut - So lange es nicht blüht wird 
es als Zusatz zum Salat verwendet, es ist reich
an Vitamin-C. Nach der Blüte zieht es sich 
wieder in den Boden zurück.
Lerchensporn - Sieht nett aus, ist aber giftig.
 
Giersch - Für den Frühlingssalat, Gemüse oder auch als
Pflanzensaft, gilt als fast einziges wirksames Mittel 
gegen Gicht.
  
Bärlauch - Das beste Erkennungsmerkmal ist der starke 
Geruch nach Knoblauch (er wirkt auch so) vor allem
bei schönem Wetter.
  
Brennessel - In dieser Größe noch sehr schmackhaft als
Zusatz zum Salat. Im weiteren Jahresverlauf werden nur
mehr die Triebspitzen gegessen.
Drüsiges Springkraut (?) - Da war ich sehr überrascht es hier
zu finden, denn an diesem Standort wird es sich rasant
ausbreiten. Sehr wertvoll für Bienen und Hummeln. Es mag
nährstoffreichen Boden. Für den Menschen unbrauchbar, wenn
dann bestenfalls als Brechmittel.
  
Aronstab - In diesem Stadium des Wachstums so auf die
Schnelle betrachtet kann es leichter mit Bärlauch verwechselt 
werden als die Herbstzeitlose. Aronstab ist kaum tödlich, er schmeckt auch furchtbar grauselig, aber 
mit Übelkeit und schwerem Durchfall muss gerechnet werden.
Ein Blick auf den Weg außerhalb des Damms.
  
Bärlauch oder Aronstab ? Aronstab.
Buschwindröschen - Eine Anemone und auch Hahnenfußgewächs, 
daher giftig.
 
Durch den Damm war die Besiedelung des Stadtteiles
"Rohrbach" möglich.
 
Bärlauch sowie Blätter und die Blüte des Duftveilchens, die Wurzel
wird für die Wundheilung und als Brechmittel verwendet,
der Hustensirup wird aus der Blüte hergestellt.

  
Bärlauch, Bärlauch, Bärlauch. 
Nelkenwurz und Efeu.
   
Einbeere (Pestbeere) - Giftig in allen Teilen !
Efeu - Als Ölauszug gegen Cellulite, als Tee im 
Bronchialtee (gering dosiert), die Beeren sind giftig.  
Wiesenbärenklau - Manche verwenden ihn wie Engelwurz,
am Besten eignet es sich als Wildgemüse.
  
Herbstzeitlose - Giftig.
  
Fußbrücke über die Ache.
 
Die Wege auf der anderen Seite sind schmaler.  Taubnessel - Die Weiße als Tee gegen Weißfluss
(Frauenheilkunde), für den Hustentee und die Verdauung,
junge Triebe als Gemüse.
  
Gundelrebe zwichen Gras - Vor dem Hopfen war sie der
Bitterstoff für das Bier, wird auch als Gewürz verwendet oder
als Gemüse gekocht (sparsam). Es gibt allerlei Heilempfehlungen
wie z.B. Hüftweh, Leber, schweißtreibend, Kopf- 
und Ohrenschmerzen ... 
   
Knotige Braunwurz -  Innerlich kaum mehr in
Verwendung, äußerlich zur Wundheilung und auch
Hautheilung (Schuppenflechte, Neurodermitis).
Labkraut - Die Wurzeln wurden für die Rotfärbung verwendet
und die Samen als Lab-Ersatz in der Käseherstellung. 
Mädesüss - In aller Kürze: Als Tee bei Grippe und Erkältung
da es Wirkstoffe aus dem Aspirin enthält, Blätter und Blüte.
 
Kleine Brennessel - Diese brennt viel stärke als die
"Große Brennessel", die Blätter werden maximal 5 cm groß
im Durchmesser.

 

Klee - Der Rotklee gilt derzeit als Heilmittel in den 
Wechseljahren.
 
Günsel - Da gibt es viel zu sagen, er ist sehr hübsch anzusehen,
kann vielfältig verwendet werden. 
Gelenke - wie die Teufelskralle
Gegen Schlaflosigkeit
Bei Verdauungsbeschwerden (Sodbrennen, Magen)
Gegen Ekzeme und Geschwüre.
 
Gamander Ehrenpreis - Zu verwenden wie der Günsel,
zusätzlich aber auch gegen Juckreiz bei Neurodermitis
(als Tee und auch als Wickel).
Wiesen-Schaumkraut - Die Knospen und Blüten schmecken
scharf, als Zusatz zum Salat.
Bei Frühjahrsmüdigkeit und Vitamin-C-Mangel.

 

Herbstzeitlose und unten am Wasser die 
Frühlingsschlüsselblume - Die Blüten werden für den Frühjahrstee
und auch für den Hustentee verwendet. Die Wurzeln können auch 
verwendet werden, aber warum die Pflanze ausgraben ?
Hier ist die Herbstzeitlose am richtigen Platz !
Sehr häufig im Rheintal an breiten Entwässerungsgräben
zu finden ...
 
Gundelrebe, auch Gundermann genannt.
Mädesüß (ganz vorne) im Element, sie mag es gerne
naß und feucht.


 

Mistel - Misteltee wird nicht erwärmt, bei Bluthochdruck, 
Herzschwäche und Arteriosklerose, gilt als schwach
giftig. Für´s Herz rate ich eher zum Weißdorn.
Gegen Epilepsie, Stoffwechsel-Stärkung.
Äußerlich gegen Krampfadern und bei Hautproblemen.
Die Mistel ist giftig und für die Eigentherapie nicht
geeignet ! Hier wächst sie auf einem Apfelbaum, auf
diesem ist sie nur schwach giftig.
 
Mistel - Ein Schmarotzer, dieser Baum ist voll davon,
die Mistel saugt am Saft des Baumes.
 
Löwenzahn - Bitterstoffe aus de Wurzel, Salat aus
den Blättern und Blütenhonig aus den Blüten.
 
Spitzwegerich - Für den Hustentee und zur Wundheilung 
(frische Wunde).
 
Gänseblümchen - Die Blätter für den Appetit und 
die Blüten als essbare Dekoration für den Salat
oder die Kräutersuppe.
 
Hirtentäschel - Für den Blutdruck, Menstruation, 
Verdauung (Verstopfung), Blutstillend als Tee (innere Blutungen).

 

Wiesen-Schaumkraut - Sieht sehr ähnlich aus,
hat andere Blüten und auch Blätter.
Hirtentäschel
 
Hahnenfuß - auf den gedüngten Wiesen abseits 
der Ach-Auen sehr häufig zu finden.
Vogelmiere - Für Salate, Suppe, Aufstrich und regt
gleichzeitig die Verdauung an. Als Tee auch bei Husten.
Waschungen und Auflagen bei Hautproblemen.

 
Bachbunge - Zum Essen geeignet, allerdings nicht zu
verwechseln mit der Sumpfdotterblume die giftig ist.
Gänsefingerkraut - Krampflösennd auf die "glatte" Muskulatur,
also Verdauung und auch Gebärmutter (!).
Auch bei Wadenkrämpfen und krampfartigem Husten. 
Als Tee.
Auch für Tiere gut geeignet.

 

Breitwegerich - Wird verwendet wie der
Spitzwegerich.
Und wieder mal - Herbstzeitlose ... :)
 
 
 
Gerne komme ich auch in deine "Gegend" und wir erkunden was da so wächst ...