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Ist ein Hochbeet rentabel ?
Der wichtigste Gedanke zum Hochbeet ist die Freude an der Arbeit und die Vorfreude auf eigenes Gemüse, Beeren und Kräuter die während der ganzen Saison frisch geerntet werden können.
Bepflanzung
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Kohlrabi |
Zum knabbern und als Gemüse |
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Lauch |
Zum kochen |
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Radieschen |
Für Salat und Jause |
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Salat / Eisbergsalat / Pflücksalat |
Für den Salat |
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Zwiebeln |
Zum kochen |
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Zuchini |
Zum kochen |
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Gurken |
Für den Salat |
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Kapuzinerkresse |
Für´s Auge und die Blüten als Zugabe zum Salat |
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Liebstöckel |
Für die Suppe |
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Dill |
Für den Fisch |
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Rosmarin |
Für Fleisch und Wild |
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Schnittlauch |
Als Gewürz |
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Petersilie |
Als Gewürz |
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Thymian |
Für den Tee (Husten) |
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Salbei |
Für den Tee (Hals) |
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Erdbeeren |
Für die Nachspeise |
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Basilikum |
Für das eigene Pesto |
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Bohnenkraut |
Für die Bohnen (gegen Blähungen) |
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Estragon |
Für die Soße |
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Zitronen-Melisse |
Als Erfrischung an heißen Tagen |
Der zweite Gedanke ist das Geld ?
Ja ? Dann möchte ich eine kleine Rechnung anstellen:
Gehen wir davon aus, wir entscheiden uns für ein Komfort-Hochbeet (Maße 120 x 240 cm) mit automatischer Bewässerung, Folientunnel, Rasengitter rundum und einer Befüllung mit hochwertiger Erdschicht. Bei den Gesamtkosten dürfen wir von mindestens
800,-- bis 1.500,-- ausgehen.
Wenn wir nun jedes Stück Gemüse (Kohlrabi, Salate, etc.) mit nur 1 Euro bewerten, können wir von einem Ernteertrag von 30 bis 50 Euro in jedem Jahr ausgehen - auch ohne große Gärtner-Ambitionen
zu haben und ohne einen Folientunnel für frühe und lange Ernte zu nutzen.
Zusätzlich ernten wir fortlaufend unsere Küchenkräuter, Erdbeeren für die Nachspeise und auch Heilkräuter die wir für die Winterzeit trocknen können.
Wir verdienen uns schon nach 10 Jahren unser Geld zurück und bekommen frisches gesundes Gemüse während der ganzen Saison - und ein dauerhaftes Hochbeet aus Kunststoff oder anderen nicht verrottenden Materialien wird uns noch viele Jahrzehnte Erträge
bringen.
Eine Rechnung die keine Rechnung ist, sondern ein Hobby, eine Lebenseinstellung oder einfach nur "Freude an der eigenen Ernte !"
Den Platz für ein Hochbeet vorbereiten
Der Platz für das Hochbeet muss festgelegt werden, dabei empfiehlt sich ein sonniger Platz und einer der bereits halbwegs eben ist.
- Genaue Maße festhalten und dabei auch ausreichend Platz berücksichtigen um ohne Hindernisse um das ganze Hochbeet herumlaufen zu können. Bei einer Breite von über 80 cm sollte das Hochbeet von beiden Seiten zugänglich sein.
- Die Höhe von 73 cm (Bauhöhe) hat sich bewährt, auch kleinere Menschen können bei dieser Breite die Mitte des Hochbeetes ohne Probleme zum Säen, Einpflanzen, Ernten und Jäten erreichen.
- Der Standort sollte eben sein. Das Hochbeet ist in Kastenform und wird nicht in den Boden eingegraben, sondern auf den Boden gestellt. Fundament wird keines benötigt, doch die Auflagefläche der 4 Seitenwände sollte eingeebnet
sein.
- Ein Wasseranschluss in der Nähe ist von Vorteil. Wenn Wasser zugeführt werden muss, dann ist der Aufbau des Hochbeetes eine gute Gelegenheit auch eine Wasserzuleitung im Boden zu verlegen.
Anschlüsse im Hochbeet für eine automatische Bewässerung sollten von Anfang an berücksichtigt werden, meist genügt ein normaler Wasserhahn für den Garten.
- Frühe Anpflanzung und Aussaat und lange Ernte sind möglich mit einem Folientunnel der auf dem Hochbeet aufgebaut wird. Dafür genügen bereits die kostengünstigen Varianten mit Metallbogen und einfacher Folie die bereits ab 40
Euro zu haben sind. Diese sind leicht und können somit problemlos auf- und abgebaut werden.
- Ein Hochbeet mit den Maßen 200 x 120 x 75 hat ein Volumen von 1.8 m3, mit anderen Zahlen ausgedrückt 1.800 Liter und damit auch ca. 1.8 Tonnen ! Bei der Planung sollte die Befüllung überdacht werden. Wie kann all das benötigte
Füll-Material bis an das Hochbeet transportiert werden ?!
DER SCHICHTAUFBAU
Standard-Aufbau Starkzehrer
Der Schichtaufbau eines Hochbeetes ist recht einfach, sofern ausreichend Material zur Verfügung steht.
Vorteil: Sehr nährstoffreich !
Ideal für Starkzehrer wie sämtliche Kohlgewächse aber auch Lauch, Tomaten, Auberginen, Kartoffeln und Gurken. Ab dem zweiten bis dritten Jahr können auch schwachzehrende Pflanzen wie Salate, Spinat, Rettiche oder Kräuter angebaut werden.
Kürbis und Zucchini sind sehr raumgreifend und können stark wuchern.
Nachteil: Für mehrjährigen Anbau nachteilig (mehrjährige Pflanzen), da das Hochbeet immer wieder mit Mulchmaterial, Kompost oder Erde aufgefüllt werden muss. Nach mehreren Jahren kann das Nährstoff-Angebot für
Starkzehrer trotzdessen zu gering werden und das Hochbeet muss neu befüllt werden.
- HOLZ-Schicht
Die unterste Schicht besteht aus Material das noch längere Zeit benötigt bis es sich von "Holz" in "Erde" verwandelt, hier können Hackschnitzel, gespaltene Stämme, Äste und Zweige eingelegt werden. Hohlräume sind zu vermeiden. Diese Schicht
schrumpft über die Jahre und ist der Hauptgrund warum die Befüllung im Hochbeet immer weiter nach unten sinkt. Holz hat mehr Volumen als Erde !
- GRÜN-Schicht
Die nächste Schicht besteht aus Grünschnitt (Gartenabfälle wie z.B. Grasschnitt) der in ausreichender Menge gesammelt wurde oder auch von einer Grünschnitt-Deponie abgeholt werden kann. Auch diese Schicht schrumpft schon im ersten Jahr
erheblich !
- KOMPOST-Schicht
Unreifer Kompost und reifer Kompost wird aufgebracht, diese Schicht bringt die erste Wärme in das Hochbeet und startet die Verrotung der unteren Schichten.
- HUMUS-Schicht
Je nach Verwendung des Hochbeetes kommt hier organisch vorgedüngte Erde zum Einsatz, diese garantiert schon im ersten Jahr eine reiche Ernte !
Alternative: Kräuter und Schwachzehrer, sowie mehrjährige Bepflanzung
Für die meisten Kräuter und auch für die mehrjährige Bepflanzung ist ein Überangebot an Nährstoffen eher nachteilig - die Pflanzen wachsen zu schnell, zu hoch und sind weniger wertvoll !
Dies gilt insbesondere für viele unserer Heilkräuter. Auch sollten mehrjährige Pflanzen nicht mit Erde oder Mulchmaterial überdeckt werden um damit das Absinken der Erde im Hochbeet auszugleichen.
Was tun ?!
Die Basis des Hochbeetes beim Befüllen gut verdichten (festtreten). Möglichst wenig Äste, Zweige und Laub und unreifen Kompost befüllen. Grün- und Kompost-Schicht nur dünn auftragen oder ganz weglassen. Stattdessen kann Aushub-Material
oder mit Steinen oder Sand durchsetzte Erde für 3/4 der Befüllung verwendet werden. Auch können Hohlkörper, witterungsstabiles Styropor oder andere "Füllmaterialen" in der Basis verwendet werden. Die Erdschicht ist dann entsprechend dünner
(ca. 30 bis 50 cm), im Kern des Hochbeetes sollte allerdings ein Bereich von ca. 30x60 cm, oder größer, bis auf den Mutterboden befüllt werden, damit Bodenleben und auch Regenwürmer in das Hochbeet gelangen können.
Alternative: Starkzehrer und Schwachzehrer, sowie mehrjährige Bepflanzung
Hohlkörper, witterungsstabiles Styropor oder andere "Füllmaterialen" in der Basis verwenden. Die Erdschicht ist dann entsprechend dünner (ca. 30 bis 50 cm), im Kern des Hochbeetes sollte allerdings ein Bereich von ca.
30x60 cm, oder größer, bis auf den Mutterboden befüllt werden, damit Bodenleben und auch Regenwürmer in das Hochbeet gelangen können. Dieser Kernbereich wird wie im Schichtaufbau für Starkzehrer beschrieben befüllt und die Starkzehrer werden
entsprechend in der Mitte gepflanzt.
Vorteil: Der Randbereich sinkt nur wenig ab und ist ideal geeignet für den Anbau von mehrjährigen Pflanzen !
Alternative: Kammersystem
Ein Hochbeet kann in 2 oder mehrere Kammern geteilt werden. Diese Kammern können unterschiedlich befüllt werden und ermöglichen damit auch ganz unterschiedliche Wachstumsbedingungen für die entsprechenden Pflanzen.
Das Kammersystem ist für jede angebotene Art und Dimension möglich, in die Detailplanung werden die Pfosten entsprechend mit einer Nut für die zusätzlichen Seitenbretter versehen.
BEWÄSSERUNGSSYSTEM
Für die Bewässerung sollte man sich für Produkte namhafter Hersteller entscheiden (z.B. Gardena, Fuchs, Wolf, u.A.). Diese Systeme haben sich bereits bewährt und unterscheiden sich von billigen Produkten ganz einfach in ihrer Qualität und
Haltbarkeit.
Einfache Bewässerung
Soll die Bewässerung von oben erfolgen oder direkt auf der Erde liegen ?
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Sprühsysteme
haben einen höheren Wasserverbrauch und das Wässern während starker Sonneneinstrahlung behagt nicht allen Pflanzen.
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Nebelsysteme
sind vor allem nach einer Aussaat von großem Vorteil, da die oberste Schicht zuverlässig an allen Orten mit Wasser versorgt wird und Samen und Jungpflanzen nicht austrocknen können, gleichzeitig bildet sich aber kein Überschuß oder Bäche mit
abfließendem Wasser die den Samen (Lichtkeimer) dahin spülen.
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Tropfsysteme
auf der Erde oder direkt in die Erde verlegt sind effizient und werden von fast allen Pflanzen vertragen. Ein einfacher Tropfschlauch (mit vielen Öffnungen) und auch gezieltes Bewässern durch Verteilerköpfe ist möglich. Über 24 Stunden verteilt
erhält die Pflanze die Menge an Wasser die sie auch benötigt.
Automatische Bewässerung
In der Anschaffung erheblich teurer, aber den Pflanzen zum Wohl !
Mit einem Feuchtigkeits-Sensor und einer automatischen Wasser-Regelung lassen sich die Pflanzen gezielt bewässern und auf Dauer wird wirklich Wasser gespart.
Wasser aus der Zisterne
Die Zisterne, ob eingegraben oder freistehend, befüllt durch Wasser vom Dach, kann mit einer kleinen Pumpe ausgestattet werden. Diese benötigt nur eine geringe Leistungsfähigkeit, da die zu überwindende Höhe meist lediglich 1 oder 2 Meter beträgt.
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