Hauptseite
Kräutergarten
 Hauptseite
hinterauer.info
 Fotorundgang
u. Wanderungen
 Mein
Kursangebot
Anfahrt
Kräutergarten
SHOP
Vorherige Seite

Zurück zum Start

hinterauer.info

Hochbeet
Aufbau und Nutzung
Praxis-Tipps

 

In diesem umfangreichen Artikel fasse ich nützliche Aspekte zum Thema Hochbeet zusammen. Vielleicht ist auch für dich etwas Neues dabei ?!


Weitere Information

Ist ein Hochbeet rentabel ?

Der wichtigste Gedanke zum Hochbeet ist die Freude an der Arbeit und die Vorfreude auf eigenes Gemüse, Beeren und Kräuter die während der ganzen Saison frisch geerntet werden können.

Bepflanzung

Kohlrabi

Zum knabbern und als Gemüse

Lauch

Zum kochen

Radieschen

Für Salat und Jause

Salat / Eisbergsalat / Pflücksalat

Für den Salat

Zwiebeln

Zum kochen

Zuchini

Zum kochen

Gurken

Für den Salat

Kapuzinerkresse

Für´s Auge und die Blüten als Zugabe zum Salat

Liebstöckel

Für die Suppe

Dill

Für den Fisch

Rosmarin

Für Fleisch und Wild

Schnittlauch

Als Gewürz

Petersilie

Als Gewürz

Thymian

Für den Tee (Husten)

Salbei

Für den Tee (Hals)

Erdbeeren

Für die Nachspeise

Basilikum

Für das eigene Pesto

Bohnenkraut

Für die Bohnen (gegen Blähungen)

Estragon

Für die Soße

Zitronen-Melisse

Als Erfrischung an heißen Tagen

Der zweite Gedanke ist das Geld ?

Ja ? Dann möchte ich eine kleine Rechnung anstellen:
Gehen wir davon aus, wir entscheiden uns für ein Komfort-Hochbeet (Maße 120 x 240 cm) mit automatischer Bewässerung, Folientunnel, Rasengitter rundum und einer Befüllung mit hochwertiger Erdschicht. Bei den Gesamtkosten dürfen wir von mindestens 800,-- bis 1.500,-- ausgehen.
 

Wenn wir nun jedes Stück Gemüse (Kohlrabi, Salate, etc.) mit nur 1 Euro bewerten, können wir von einem Ernteertrag von 30 bis 50 Euro in jedem Jahr ausgehen - auch ohne große Gärtner-Ambitionen zu haben und ohne einen Folientunnel für frühe und lange Ernte zu nutzen.
Zusätzlich ernten wir fortlaufend unsere Küchenkräuter, Erdbeeren für die Nachspeise und auch Heilkräuter die wir für die Winterzeit trocknen können.
Wir verdienen uns schon nach 10 Jahren unser Geld zurück und bekommen frisches gesundes Gemüse während der ganzen Saison - und ein dauerhaftes Hochbeet aus Kunststoff oder anderen nicht verrottenden Materialien wird uns noch viele Jahrzehnte Erträge bringen.

Eine Rechnung die keine Rechnung ist, sondern ein Hobby, eine Lebenseinstellung oder einfach nur "Freude an der eigenen Ernte !"
 


Weitere Information

 

Den Platz für ein Hochbeet vorbereiten

Der Platz für das Hochbeet muss festgelegt werden, dabei empfiehlt sich ein sonniger Platz und einer der bereits halbwegs eben ist.

  • Genaue Maße festhalten und dabei auch ausreichend Platz berücksichtigen um ohne Hindernisse um das ganze Hochbeet herumlaufen zu können. Bei einer Breite von über 80 cm sollte das Hochbeet von beiden Seiten zugänglich sein.
  • Die Höhe von 73 cm (Bauhöhe) hat sich bewährt, auch kleinere Menschen können bei dieser Breite die Mitte des Hochbeetes ohne Probleme zum Säen, Einpflanzen, Ernten und Jäten erreichen.
  • Der Standort sollte eben sein. Das Hochbeet ist in Kastenform und wird nicht in den Boden eingegraben, sondern auf den Boden gestellt. Fundament wird keines benötigt, doch die Auflagefläche der 4 Seitenwände sollte eingeebnet sein.
  • Ein Wasseranschluss in der Nähe ist von Vorteil. Wenn Wasser zugeführt werden muss, dann ist der Aufbau des Hochbeetes eine gute Gelegenheit auch eine Wasserzuleitung im Boden zu verlegen.
    Anschlüsse im Hochbeet für eine automatische Bewässerung sollten von Anfang an berücksichtigt werden, meist genügt ein normaler Wasserhahn für den Garten.
  • Frühe Anpflanzung und Aussaat und lange Ernte sind möglich mit einem Folientunnel der auf dem Hochbeet aufgebaut wird. Dafür genügen bereits die kostengünstigen Varianten mit Metallbogen und einfacher Folie die bereits ab 40 Euro zu haben sind. Diese sind leicht und können somit problemlos auf- und abgebaut werden.
  • Ein Hochbeet mit den Maßen 200 x 120 x 75 hat ein Volumen von 1.8 m3, mit anderen Zahlen ausgedrückt 1.800 Liter und damit auch ca. 1.8 Tonnen ! Bei der Planung sollte die Befüllung überdacht werden. Wie kann all das benötigte Füll-Material bis an das Hochbeet transportiert werden ?!


Weitere Information

 

DER SCHICHTAUFBAU

Standard-Aufbau Starkzehrer

Der Schichtaufbau eines Hochbeetes ist recht einfach, sofern ausreichend Material zur Verfügung steht.
 

Vorteil: Sehr nährstoffreich !
Ideal für Starkzehrer wie sämtliche Kohlgewächse aber auch Lauch, Tomaten, Auberginen, Kartoffeln und Gurken. Ab dem zweiten bis dritten Jahr können auch schwachzehrende Pflanzen wie Salate, Spinat, Rettiche oder Kräuter angebaut werden. Kürbis und Zucchini sind sehr raumgreifend und können stark wuchern.

Nachteil: Für mehrjährigen Anbau nachteilig (mehrjährige Pflanzen), da das Hochbeet immer wieder mit Mulchmaterial, Kompost oder Erde aufgefüllt werden muss. Nach mehreren Jahren kann das Nährstoff-Angebot für Starkzehrer trotzdessen zu gering werden und das Hochbeet muss neu befüllt werden.

  • HOLZ-Schicht
    Die unterste Schicht besteht aus Material das noch längere Zeit benötigt bis es sich von "Holz" in "Erde" verwandelt, hier können Hackschnitzel, gespaltene Stämme, Äste und Zweige eingelegt werden. Hohlräume sind zu vermeiden. Diese Schicht schrumpft über die Jahre und ist der Hauptgrund warum die Befüllung im Hochbeet immer weiter nach unten sinkt. Holz hat mehr Volumen als Erde !
  • GRÜN-Schicht
    Die nächste Schicht besteht aus Grünschnitt (Gartenabfälle wie z.B. Grasschnitt) der in ausreichender Menge gesammelt wurde oder auch von einer Grünschnitt-Deponie abgeholt werden kann. Auch diese Schicht schrumpft schon im ersten Jahr erheblich !
  • KOMPOST-Schicht
    Unreifer Kompost und reifer Kompost wird aufgebracht, diese Schicht bringt die erste Wärme in das Hochbeet und startet die Verrotung der unteren Schichten.
  • HUMUS-Schicht
    Je nach Verwendung des Hochbeetes kommt hier organisch vorgedüngte Erde zum Einsatz, diese garantiert schon im ersten Jahr eine reiche Ernte !
     

Alternative: Kräuter und Schwachzehrer, sowie mehrjährige Bepflanzung

Für die meisten Kräuter und auch für die mehrjährige Bepflanzung ist ein Überangebot an Nährstoffen eher nachteilig - die Pflanzen wachsen zu schnell, zu hoch und sind weniger wertvoll !
Dies gilt insbesondere für viele unserer Heilkräuter. Auch sollten mehrjährige Pflanzen nicht mit Erde oder Mulchmaterial überdeckt werden um damit das Absinken der Erde im Hochbeet auszugleichen.
 

Was tun ?!
Die Basis des Hochbeetes beim Befüllen gut verdichten (festtreten). Möglichst wenig Äste, Zweige und Laub und unreifen Kompost befüllen. Grün- und Kompost-Schicht nur dünn auftragen oder ganz weglassen. Stattdessen kann Aushub-Material oder mit Steinen oder Sand durchsetzte Erde für 3/4 der Befüllung verwendet werden. Auch können Hohlkörper, witterungsstabiles Styropor oder andere "Füllmaterialen" in der Basis verwendet werden. Die Erdschicht ist dann entsprechend dünner (ca. 30 bis 50 cm), im Kern des Hochbeetes sollte allerdings ein Bereich von ca. 30x60 cm, oder größer, bis auf den Mutterboden befüllt werden, damit Bodenleben und auch Regenwürmer in das Hochbeet gelangen können.

Alternative: Starkzehrer und Schwachzehrer, sowie mehrjährige Bepflanzung

Hohlkörper, witterungsstabiles Styropor oder andere "Füllmaterialen" in der Basis verwenden. Die Erdschicht ist dann entsprechend dünner (ca. 30 bis 50 cm), im Kern des Hochbeetes sollte allerdings ein Bereich von ca. 30x60 cm, oder größer, bis auf den Mutterboden befüllt werden, damit Bodenleben und auch Regenwürmer in das Hochbeet gelangen können. Dieser Kernbereich wird wie im Schichtaufbau für Starkzehrer beschrieben befüllt und die Starkzehrer werden entsprechend in der Mitte gepflanzt.

Vorteil: Der Randbereich sinkt nur wenig ab und ist ideal geeignet für den Anbau von mehrjährigen Pflanzen !

Alternative: Kammersystem
Ein Hochbeet kann in 2 oder mehrere Kammern geteilt werden. Diese Kammern können unterschiedlich befüllt werden und ermöglichen damit auch ganz unterschiedliche Wachstumsbedingungen für die entsprechenden Pflanzen.
Das Kammersystem ist für jede angebotene Art und Dimension möglich, in die Detailplanung werden die Pfosten entsprechend mit einer Nut für die zusätzlichen Seitenbretter versehen.
 


Weitere Information

 

BEWÄSSERUNGSSYSTEM

Für die Bewässerung sollte man sich für Produkte namhafter Hersteller entscheiden (z.B. Gardena, Fuchs, Wolf, u.A.). Diese Systeme haben sich bereits bewährt und unterscheiden sich von billigen Produkten ganz einfach in ihrer Qualität und Haltbarkeit.

Einfache Bewässerung

Soll die Bewässerung von oben erfolgen oder direkt auf der Erde liegen ?

  • Sprühsysteme haben einen höheren Wasserverbrauch und das Wässern während starker Sonneneinstrahlung behagt nicht allen Pflanzen.
  • Nebelsysteme sind vor allem nach einer Aussaat von großem Vorteil, da die oberste Schicht zuverlässig an allen Orten mit Wasser versorgt wird und Samen und Jungpflanzen nicht austrocknen können, gleichzeitig bildet sich aber kein Überschuß oder Bäche mit abfließendem Wasser die den Samen (Lichtkeimer) dahin spülen.
  • Tropfsysteme auf der Erde oder direkt in die Erde verlegt sind effizient und werden von fast allen Pflanzen vertragen. Ein einfacher Tropfschlauch (mit vielen Öffnungen) und auch gezieltes Bewässern durch Verteilerköpfe ist möglich. Über 24 Stunden verteilt erhält die Pflanze die Menge an Wasser die sie auch benötigt.

Automatische Bewässerung

In der Anschaffung erheblich teurer, aber den Pflanzen zum Wohl !
Mit einem Feuchtigkeits-Sensor und einer automatischen Wasser-Regelung lassen sich die Pflanzen gezielt bewässern und auf Dauer wird wirklich Wasser gespart.
 

Wasser aus der Zisterne

Die Zisterne, ob eingegraben oder freistehend, befüllt durch Wasser vom Dach, kann mit einer kleinen Pumpe ausgestattet werden. Diese benötigt nur eine geringe Leistungsfähigkeit, da die zu überwindende Höhe meist lediglich 1 oder 2 Meter beträgt.