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Essbare Bäume


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Wildkräuter auf dem Speiseplan, als Beilage oder als Zugabe, sind mittlerweile schon recht bekannt und auch in Restaurants sehr beliebt. Dabei wird gerne darauf vergessen, dass auch Bäume essbares liefern.
 
Junge Blätter und Triebe sind zart und voller Saft. Im Frühling steckt der Baum seine gespeicherte Energie in das frische Leben. Erst im weiteren Verlauf werden die Blätter wachsig, zäh und auch bitter. Dies liegt an den Abwehrstoffen die der Baum bildet um seine Blätter zu schützen, als auch an der Struktur der Blätter die immer fester und stabiler werden müssen um voll geöffnet zu sein um so die Energie der Sonne aufzunehmen.
 
Das Chlorophyll der Blätter ist dem Hämoglobin des menschlichen Blutes sehr ähnlich, der Saft der Blätter ist demnach sehr wertvoll für den Menschen. Auch sind in den Blättern sogenannte Pflanzenbegleitstoffe enthalten die gut für den Stoffwechsel des Menschen sind.
Die Blätter der meisten Obstbäume sind essbar, so z.B. Apfel, Birne und Kirsche.
Die jungen Triebe können direkt vom Baum gegessen oder als Beigabe für den Salat oder als Gemüse verarbeitet werden.
 
Unsere Vorfahren haben sogar die Rinde der Bäume abgeschält um an den darunter liegenden Bast zu kommen. 
 
Der Bast von der Spitze der Weißtanne wurde ausgelöst und als Kochgemüse oder Gemüseauflauf zubereitet. 
 
Der Bast des Ahorn wurde getrocknet und gemahlen und mit Mehl vermischt.
 
Die Buche liefert uns mit ihrem Samen die Bucheckern, diese sollten roh nicht verzehrt werden. Aus ihnen gewann man ein fettes Öl durch pressen. Aus den gerösteten Bucheckern wurde wie auch aus dem Fürchten der Eiche, den Eicheln, ein Kaffee-Ersatz gemahlen.
 
Auch der Saft des Ahorns und der Birke kann verarbeitet werden. In den USA wird der Zucker-Ahorn sogar heute noch genutzt um daraus den Ahorn-Sirup herzustellen, doch auch unsere heimischen Ahorn-Arten liefern mit ihrem eingedickten Saft einen süßlichen Sirup.
 
Besser bekannt ist der Wipfele-Sirup, für diesen werden die jungen Triebe der Weißtanne verwendet. Diese werden Schichtweise mit Zucker in einem Glas eingelegt. Am Ende des Sommers hat sich der Kristallzucker in einen zähen Sirup verwandelt, in dem er den Wipfele die Feuchtigkeit entzogen hat – mit der Feuchtigkeit werden auch die ätherischen Öle entzogen und der Zucker hat sich in einen bei Husten und Schnupfen wertvollen Sirup verwandelt, den man löffelweise über den Tag verteilt einnimmt oder statt Honig in den Tee gibt.
 
Ein echtes Heilmittel ist im Weißdorn zu finden. Der Weißdorn selbst wird sehr alt, 300 Jahre sind keine Seltenheit. Genutzt werden die Blätter, Blüten und auch die Früchte. Diese können direkt gegessen werden oder werden getrocknet und täglich als Tee getrunken. Der Weißdorn vermag nachweislich die Herzkranzgefäße zu erweitern und die Durchblutung des Herzens zu verbessern, damit sinkt das Risiko für einen Herzinfarkt und die Leistung des Herzens wird verbessert. Dabei kommt es weniger auf die Menge an die man einnimmt, sondern viel mehr auf die Regelmäßigkeit.
 
Auch die Weide war in früheren Zeiten ein Heilmittel, in der Rinde und in den Blättern ist Salicin enthalten, das sich im Körper in Salicylsäure verwandelt und fiebersenkend, schmerzlindernd und antirheumatisch wirkt. Dazu wurde die Rinde junger Triebe abgeschält, diese getrocknet, ausgekocht und als Tee getrunken.
 
 
Achtung !
Viele Bäume sind essbar, aber nicht alle. Deshalb sollte man sich „schlau“ machen, so sind die Rosskastanie, die Schlehe und auch der Holunder NICHT für den Verzehr geeignet, diese verursachen Durchfall, Übelkeit und führen auch zum Erbrechen. Auf alle Fälle sollte man einen Baum gut kennen bevor man von ihm isst.