Gesunder Boden im Kräuterbetrieb
Stübener Kräutergarten

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Auf diesen Seiten gebe ich einen kurzen Einblick wie ein Kräutergarten aussehen kann, sofern eine naturnahe Bewirtschaftung gewünscht ist.
 

 
Eingangs ein einfacher Satz, der zum Denken anregen soll:
 
Der Boden ist ein lebender Organismus 
der sich im Wechselspiel seiner Bestandteile selbst erhält.
 

Der Mensch ernährt sich von Pflanzen in Form von Gemüse, Obst und Getreide, sowie Fleisch. Das Fleisch gewinnen wir von Tieren wie dem Rind, dem Schwein oder dem Huhn.
 
Die Tiere wiederum ernähren sich ebenfalls von Pflanzen. Somit können wir festhalten – der Mensch ernährt sich direkt und indirekt von Pflanzen.

Woher beziehen nun die Pflanzen ihre Nahrung ?
 
Die Antwort liegt auf der Hand, die Pflanzen beziehen ihre Nahrung von dort wo sie wachsen, von unserem Boden von unserer Erde.
 
Einerseits sind die Pflanzen in der Lage mit der Kraft der Sonne Kohlenhydrat in Form von Zucker zu gewinnen, benötigen aber wie auch der Mensch zusätzliche Nährstoffe wie z.B. Mineralien.
Somit muß der Boden in der Lage sein Nährstoffe zu bilden (Stickstoff, Kalium, Phosphor), als auch Mineralien aus tiefer liegenden Schichten pflanzengerecht aufzuschließen.
  
Ein gesunder Boden erzeugt gesunde Pflanzen ! 
 

 
Wie Boden entsteht

Entstehung von Mineralien

  • Temperatur-Schwankungen – Ausdehnung/Schrumpfung -> Sprengwirkung

  • Frostsprengungen (Eis hat 9% mehr Volumen als Wasser) 

  • Pflanzen – Sprengung durch Wurzelwachstum

  • Chemische Prozesse – Auflösen von Gestein (z.B. Säurebildung)

  • Bodenorganismen – Organische Säuren, Bildung von Kohlensäure, Lithobionten (Litho=Stein, Bios=Leben) -> Felshumus

  • Algen, Flechten, Moose

Absterbende Erstbesiedler bilden die Grundlage für weiteres Leben

Entstehung von Kohlenstoff und Stickstoff

Kohlenstoff

  • Abgestorbene Pflanzen und Tiere

Stickstoff

  • Pflanzen (Leguminosen=Hülsenfrüchtler) und Stickstoff aus der Atmosphäre (10-20 KG Stickstoff je Hektar je Jahr)

 

 

 
Beispiele nachhaltiger und natürlicher Bewirtschaftung
(Aufnahmen stammen vom April 2011)
 

 
Verdichtung durch Baggerarbeit, 
Bau einer Steinmauer – 2008
  Zustand 2011
 
Maßnahmen: 
Einzelne Jungpflanzen gesetzt, Samen gestreut, kein jäten, kein düngen, kein abräumen im Herbst.
Der verdichtete Boden wird durch die Wurzeln der Pflanzen, die Nährstoffe vom "nicht abräumen" und somit vom Bodenleben erheblich aufgewertet.
 
Dies bereits innerhalb sehr kurzer Zeit.
  Mehrjährige, niedrig wachsende Pflanzen
Anpflanzung in „Hochbeeten“.

Beispiel: Thymian und Quendel die über den Rand des Hochbeetes wachsen, somit gut gedeihen und einfach geerntet werden können.
Teils mehrmals im Jahr und über Jahre hinweg.
  Stauden - Unkraut-Bekämpfung
 
Stauden sind nicht Boden deckend.
Als „Unkraut“ wird „Nutzkraut“ gepflanzt, in diesem Beispiel Walderdbeeren.

Unkrautproblem war:
Fingerkraut, kriechender Hahnenfuß
  Nutzung in karger Wiese
 
Hoch wachsende Pflanzen, hier am Beispiel Alant, können auch direkt in kargen Wiesen gepflanzt werden. Dadurch wird der Boden gelockert, die geschlossen Pflanzendecke ist förderlich für das Wachstum als auch für das Bodenleben und die Bodengesundheit.
   
Über weitere Beispiele berichte ich gerne vor Ort oder auf Einladung in deinem Garten oder deinem Betrieb. 

 Michael Hinterauer, Stüben 6, 6850 Dornbirn
0043 664 123 1923
michael@hinterauer.info