Besuch bei der 
"Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein (HBLFA)" 
im steirischen Ennstal, Irdning

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Wir hatten das Vergnügen von zwei wissenschaftlich arbeitenden Mitarbeitern durch den Tag geführt zu werden: Dr. Andres Bohner und DI Walter Starz

Vielen Dank an Andreas und Walter für diesen hochinteressanten Tag. Wir erhielten Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise und Versuchsanordnungen und sind uns bewusst, dass Vieles passiert und sich ständig neue Erkenntnisse ergeben.

Es liegt letztlich auch an uns diese Erkenntnisse anzuwenden und nach Möglichkeit weiter zu geben.

Es wird nie nur 1 Lösung geben die sich auf beliebige Böden oder ganze Gebiete anwenden lässt, jeder Flecken Erde hat seine Besonderheit und unsere Kulturlandschaft benötigt die fortlaufende und angepasste Pflege durch den Menschen.

 

  Der Weg in die Steiermark ist weit ... :)
Wir verbrachten den ganzen Tag im Freien, das kam uns sehr entgegen, da es auf und um die Wiesen vieles zu sehen gab.

Dr. Bohner nutzte schon den ersten Flecken Erde um Pflanzen zu erläutern - "Zeigerpflanzen".

Weiter ging es gemiensam mit DI Walter Starz.
  Dieses riesige Feld wird als Weide genutzt, ausschließlich. Es gibt keine Einzäunungen bzw. Aufteilungen. 

Die Kühe können sich auf dem ganzen Feld frei bewegen. Trittschäden sind somit nicht vorhanden und die Ausscheidungen werden gleichmäßig auf dem ganzen Feld verteilt.
Die Tiere leiden keinen Hunger, so war unser Erscheinen für die Kühe kein Anlass zum Ausgang zu kommen - mit Vorfreude auf das Futter im Stall.

  Mit Werkzeug bewaffnet wurde die Struktur des Bodens bis in die Tiefe von ca. 10 cm begutachtet.

Dichtes gesundes Wurzelwerk und Pflanzenvielfalt.

  Mit dem Säuretest kann sehr einfach festgestellt werden ob der Boden kalkhaltig ist.

Das Ennstal ist Vorarlberg sehr ähnlich, umschlossen von Kalkalpen und Gneis.

  Hier ist auch die dichte Grasname, ohne Lücken, gut erkennbar.
  Letztlich standen wir mehr als 1 Stunde an diesem Platz um all die Fragen zu stellen die uns beschäftigten.
  Die Krümelstruktur ist ein wichtiges Zeichen für die ersten Zentimeter des Bodens. 
  Die Weide ist sehr gleichmäßig gewachsen.

Jedes Tier hat eine Freßleistung, diese ist begrenzt durch die Zeit.

Kleinere Tiere (bis 400 KG) fressen schneller und damit auch mehr, d.h. passt die Rasse des Tieres zur Weide ist der Ertrag je Kuh optimal, mit geringer Menge an Zu-Futter im Stall.

  Wir betrachten auch einzelne Pflanzen im Detail.

"Pflanzenbestimmung"

  Mit dem Rohr das ca. 100 cm in den Boden geschlagen wird kann ein Boden-Querschnitt ausgehoben werden.

Damit wird ersichtlich wie der Untergrund aussieht. Hiemit lässt sich recht einfach feststellen ob der Boden im Untergrund eher sandig, kiesig oder lehmig ist und wie mächtig die Schichten sind.

  Den Namen dieser Zeigerplanze habe ich leider vergessen, kommt aber entlang von Bachläufen mit viel Feuchtigkeit vor und Tiere sollten in einem solchen Bereich nicht weiden, da Krankheitserreger sich dort gut vermehren und auch halten können.
  Stall mit Streu-Boden.
  Da wir auf einer Versuchsanstalt sind können wir auch unübliche Einrichtungen besichtigen.
  Das ist die Fütterungsklappe:

Jedes Tier hat eine Marke um den Hals und den entsprechenden Futterplatz, dessen Klappe sich nur öffnet wenn die passende Kuh dort steht.

  Die Futtermenge wird täglich je Tier in diese Boxen gefüllt, genau gewogen und die Reste werden wieder entnommen und gewogen. 

So ist für jedes Tier eine genaue Leistungs- und Verbrauchbilanz verfügbar.

Sind die Tiere auf der Weide wird entsprechend weniger gefüttert.

  Melkstation, ausgelegt für den Schulbetrieb.
  Kälber. 

Dieser Bereich ist das ganze Jahr offen, es gibt keine Zugluft durch die optimale Anlage der Öffnungen und Unterstände.

   
   
  Ein Kalb am Eingang zur Milchfütterung.
  Die Kälber saugen ihre Tagesrationen nach Lust und Laune, in der Gesamtmenge verteilt.
  Anweisungen für den Lehrbetrieb.
  Interessant gelöst war dieser "Vorhang" um Zugluft zu verhindern.
  Hier der Bereich der Mist-Mieten.
  Der Stall von außen.
  Ein Blick ins Ennstal.
  Schweine-Stall.
  Auslauf.
  Innenansicht.
  Muttersau.
  Muttersau mit Ferkel, nicht fixiert, nicht angebunden.
  Ein Ausblick der auch in Vorarlberg sein könnte.
  Trockener Hang, interessierte Fragen von unseren Landwirten mit Hanglage.
  Die Grasnabe am Hang.