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Düngen im Herbst
 

September 2012

 

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Was ist zu beachten beim Düngen im Herbst ?
Welche Vorteile hat die Düngung im Herbst ?
Können Mikroorganismen lächeln ?

 

   

Flüssigdünger

 

Flüssig-Dünger und Dünger der rasch ins Erdreich eindringt ist im Herbst nicht zu empfehlen.

Der Grund ist recht einfach erklärt:
Die Pflanzen stellen ihr Wachstum ein oder sterben beim ersten Frost ab, das Wurzelwerk nimmt kaum Nährstoffe auf. Daher ist ein Dünger der rasch in das Erdreich eindringt auch einer der rasch wieder aus der Erde verschwindet und gelangt so in das Grundwasser oder in so tiefe Erdschichten, dass die Pflanzen dieses Depot nicht mehr nutzen können.

Flüssigdünger sind, wenn überhaupt, nur sinnvoll wenn die Pflanzen sich im stärksten Wachstum befinden.

 

Herbst-Düngung

 

 
Somit ist eine Langzeit-Düngung im Herbst ratsam. Aus ökologischer Sicht sollten dafür pflanzliche Stoffe verwendet werden die noch nicht komplett umgesetzt sind, d.h. Mikroorganismen, Klein- und Kleinstlebewesen zerlegen und verstoffwechseln die Rohstoffe in ihre Bestandteile oder erzeugen durch ihre Ausscheidungen neue Zusammensetzungen die von den Wurzeln der Pflanzen aufgenommen werden können.

Dies sind Prozesse die nicht in Stunden, nicht in Tagen sondern in Wochen fortlaufend stattfinden. Letztlich leben auch die Mikroorganismen, Klein- und Kleinstlebewesen nicht ewig und so ist ihre Körperhülle eben so ein Teil des gesamten Kreislaufes der Natur.
Ein ständiges Fressen und gefressen werden.

Diese Prozesse laufen im Herbst und ebenso im Winter ab und Frost sowie Tauwetter mögen auch festere Bestandteile für diese Lebewesen aufschließen.

Auch werden diese Stoffe nicht nur auf der Erdoberfläche produziert, sondern auch in den oberen Schichten der Erde (1-5 cm) und bauen somit fortlaufend den Nährhumus auf und den darunter liegenden Dauerhumus (bis ca. 3-30 cm) von dem vor allem die Wurzeln der Pflanzen ihre Nähr- und Vitalstoffe beziehen.

 

 

Bodenbedeckung

 

 
Diese Düngung wird auch "Mulchen" genannt, wenngleich nicht jeder mit Mulchen das Gleiche meint.

Rindenmulch im Kräuter- oder Gemüsegarten auszubringen ist keine so gute Idee, denn die Rinde erzeugt einen sauren Boden - und den wünschen sich die wenigsten Pflanzen, ausgenommen die Waldbewohner und die Bewohner von Mooren.

Daher wollen wir in diesem Beitrag Mulchen als eher dünne Schicht aus Frischgut, angerottetem Gut oder frisch umgesetzte Erde benennen.

Diese wird zum Vegetations-Ende der Pflanzen, also meist ab Oktober, besser im November, auf die nackte Erde aufgetragen.
Damit bieten wir der Erde und den darin lebenden Organismen Schutz vor Erosion und auch Schutz vor extremen Einflüssen der Witterung. Gleichzeitig versorgen wir diese Organismen mit Nährstoffen und halten so den "Organismus Erde" am Leben.

 

Abräume und Aufräumen

 

 
Woher auch immer die Information stammt, viele denken der Garten muss im Herbst gesäubert werden und alles was man nicht mehr braucht wird abgeschnitten, aufgesammelt, zusammengekehrt und damit entfernt.

-> Mit dem Entfernen berauben wir den Organismus Erde seiner Nahrung !

Wir sollten die Reste nutzen und diese Nährstoffe der Erde zurück geben. Dazu können wir die Stängel, Blätter, Beeren, Ranken und was so alles anfällt auch direkt an Ort und Stelle zerkleinern und verteilen. Die Abfälle die wir über den Sommer gesammelt haben kommen nun ebenfalls zurück in den Garten.

Bis in den Frühling werden wir bemerken, dass so gut wie alle Teile "verschwunden" sind. Dafür haben wir wohlgenährte und gesunde Mikroorganismen, Klein- und Kleinstlebewesen die uns zufrieden anlächeln würden, wenn sie es denn könnten ...

In diesem Sinne: Umdenken
Fazit: Umdenken

 

 
 

 

 

 
   
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